Vogelhäuser einfach selber machen

Für die Vögel wird es von Jahr zu Jahr schwieriger. Zum einen entscheiden sich einige Vogelarten durch die globale Erderwärmung gar nicht mehr in den Süden zu fliegen und bleiben während der kargen Wintertage im nicht ganz kalten, aber immer noch futterarmen Deutschland. Zum anderen finden die Vögel durch das Insektensterben immer weniger proteinreiche Krabbeltiere zum Verspeisen. Die Insektenpopulation ist in den letzten 30 Jahren um rund 70% gesunken.

 

Dabei muss es für unsere fliegenden Freunde gar nicht immer das hippe Designvogelhäuschen sein. Den Vögeln ist es vermutlich egal wie das Haus aussieht – Hauptsache es gibt was leckeres zu Essen. Wir zeigen Euch daher zwei einfache Methoden um eine Futterstelle für Vögel zu bauen. Natürlich können die Häuser hinterher noch nach Lust und Laune verziert werden. Zum Beispiel mit Moos, Farbe oder kleinen angeklebten Steinen. Wichtig bei den Futterstellen ist es, dass die Vögel nicht im Futter stehen können. Ansonsten werden leicht Bakterien und andere Keime unters Futter gemischt, die unter den Vögeln Krankheiten verbreiten. Außerdem sollte die Futterstelle möglichst weit von Fensterscheiben und außer Reichweite von Hunden und Katzen (!) aufgestellt werden. Als Katzenbesitzerin kann ich nur raten die Kletterfähigkeiten unserer pelzigen Freunde nicht zu unterschätzen 😉

 

Vogelhaus Variante 1

Für das Vogelhaus braucht ihr sieben Holzteile, darunter zwei für das Dach, eins für die Rückwand, eins als Boden und drei als Zaun. Eine Plastikflasche, Kleber und Nägel. Als erstes baut ihr das Vogelhaus zusammen. Dafür nagelt ihr die Holzplatte für die Rückwand, sowie die Platte für den Boden im 90° Winkel zusammen. Anschließend baut ihr ein Dach aus den zwei Dachplatten und nagelt diese an das halbfertige Vogelhaus. Nun fehlen nur noch die drei kleinen Holzplatten für den Zaun am Boden. So kann das Futter später nicht aus dem Haus fallen. Bei der Plastikflasche entfernt ihr den Boden, sowie den Deckel. Klebt ihn nun mit ungefähr drei Zentimeter Abstand vom Boden an die Rückwand der Futterstelle. Dazu könnt ihr starkes doppelseitiges Klebeband oder eine Heißklebepistole verwenden. Die Plastikflasche ist besonders praktisch, denn so kommt immer neues Futter nach und bleibt vorerst geschützt vor Feuchtigkeit. Fertig ist das Vogelhaus!

 

Anleitung

 

Vogelhaus Variante 2

Die zweite Variante eignet sich besonders, wenn ihr die Möglichkeit habt das Haus an eine weitere Vorrichtung anzubauen. Ihr benötigt dafür fünf Holzplatten, Nägel und einen Haken. Ohja, das war’s schon 😉 Hier habe ich eine kleine Anleitung für euch, wie das Haus zusammengebaut wird:

 

Anleitung Vogelhaus

 

Jetzt fehlt nur noch das passende Futter!

Nicht jede Vogelart isst das gleiche Futter. Insgesamt sollten Brotkrumen jedoch nicht verwendet werden, sie sind leicht verderblich und können daher eine böse Falle für Krankheitserreger werden. Auch Obst sollte lieber ganz ausgelegt werden, da kleingeschnittene Obststücke zu Darmentzündungen führen können. Je nachdem welche Vögel ihr verwöhnen wollt könnt ihr unterschiedliche Zutaten mischen. Hier habe ich eine kleine Aufstellung für euch:

 

Amseln, Drosseln, Rotkehlchen und Heckenbraunelle mögen besonders gerne weiches Futter wie Rosinen, Äpfel und Getreideflocken.

Finken- und Meisenarten, Spechte, und Kleiber freuen sich über Körner, Sonnenblumenkerne, Erdnussbruch, Nüsse und Hanf.

Vogel frisst

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

About Charlotte Löneke

Da meine Eltern und ich das Haus direkt neben meinen Großeltern haben, bin ich gleich mit zwei großen Gärten aufgewachsen – als Kind war das natürlich ein Paradies. Oft habe ich meiner Oma geholfen die Blumen zu pflanzen (sie war ein großer Fan von Stiefmütterchen) und die Früchte zu ernten, natürlich nicht ohne ausgiebig von den verschiedenen Beerensorten und Äpfeln zu naschen. Auch heute noch freue ich mich besonders auf den Sommer, wenn unser Rosenbogen wieder in sattem Rot blüht und ich die lauen Abende mit einem spannenden Buch an unserem Teich genießen kann.

Dein Kommentar

Kommentare