10 Tipps: So helfen Sie den Tieren im Garten durch den Winter

Der Winter ist nicht nur für uns eine graue und kalte Jahreszeit, denn auch die Tiere in unserem Garten haben es nicht leicht. Die Nahrungssuche ist schwierig und die Unterschlupfe nicht mehr so versteckt. Wir können jedoch einiges tun, um unseren Gartenbewohner zu helfen. Heute erfahrt ihr, wie ihr Tieren im Garten durch den Winter helfen könnt:

1. Nahrung für Eichhörnchen im Winter

Eichhörnchen im Winter

Da Eichhörnchen keinen Winterschlaf halten, müssen sie auch in der kalten Jahreszeit auf die Suche nach energiereicher Nahrung gehen. Dabei helfen zuverlässige Futterquellen wie der Walnussbaum oder der Haselnussstrauch. Doch diese wurden vielleicht bereits im Herbst beim Anlegen von Vorräten geplündert. Um den Eichhörnchen eine weitere Futterquelle zu bieten, kann Beispielweise ein Futterautomat an einem Baumstamm aushelfen. Ideal für die Futtermischung sind Haselnüsse, Walnüsse, Erdnüsse (natürlich ungesalzen), Mais, Karotten und Trockenfrüchte.

2. Rote Beeren

 

Toll für andere Gartenbesucher sind rote Früchte. Besonders Vögel besuchen fruchttragende Sträucher wie den Schneeball, die Eberesche, den Weißdorn oder Wildrosen.

3. Unterschlupf

Gartenhütte

Der Unterschlupf im Gartenhäuschen ist für viele Tiere ein Vorteil, denn dort ist es schnee- und regensicher. In kleinen Nischen oder Nisthöhlen halten dort gerne Tiere im Herbst und Winter von ende September bis Mai ihren Siebenschläferschlaf. Wenn man den Tieren eine Freude machen möchte, überlässt man ihnen einen kleinen Teil der Apfelernte.

4. Efeu pflanzen

Efeu im Schnee im Winter

Wenn man Efeu frühzeitig pflanzt kann er nach etwas zehn Jahren für Bienen, Fliegen, Schmetterlinge, Marienkäfer und Hummeln ein echter Lebensretter sein. Denn der Efeu zeigt ab Spätsommer seine Blüten als Nahrungsquelle für die Tiere. Auch die Beeren der Pflanze können von Vögeln verspeist werden. Aber Achtung, für uns sind die Früchte giftig!

5. Laubhaufen und Holzstapel

In verwittertem Holz können sich zahlreiche Insekten verkriechen. Denn in naturbelassenem Holz findet man viele kleine Ritzen in denen die Insekten im Winter als Larve, Raupe, Puppe, Ei oder auch als ausgewachsenes Insekt in einer Art Kältestarre überwintern können. Auch Laubhaufen können im Winter zu einem Zuhause werden, deswegen sollte man diese und auch Holzstapel ungestört lassen.

6. Vogelfutter

Vogelfutter im Winter

Damit Vögel und Insekten gut durch den Winter kommen, ist es ratsam Futterstellen für die Gartenbewohner einzurichten. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, diese katzensicher zu gestalten. Als Nahrung eignen sich Sonnenblumenkerne und Meisenknödel mit einem Mix aus Sämereien, Erdnüsse und geviertelten Äpfeln wunderbar. Auch toll sind mit Fett angereicherte Haferflocken, getrocknete Insekten und Waldfrüchte. Weitere Infos findet ihr hier.

7. Unterschlupf für Igel

Da sich Igel im Herbst ein Fettpolster anfressen, freuen sie sich über ein Futterhaus für ihren Winterschlaf von Ende Oktober bis ende März. Dieses sollte einen offenen Boden, ein schräges Dach und ein Eingangsloch haben, sowie unter einer dicken Laub- und Reisigdecke platziert werden. Als Nahrung für die pieksigen Freunde kann man auch ein Menü aus Erdnüssen, katzenfutter, Igeltrockenfutter und ungesalzenem Rührei (unbedingt ohne Milch!) bereitstellen. Das Laubbett wird vom Igel selbst mitgebracht.

8. Unterkünfte für Nützlinge

In Tannenzapfen, losen Holzstückchen verkriechen sich Marienkäfer, Spinnen und Gliedertiere sehr gerne. Deswegen locken auch Naturmaterialien, die unter einem Dach wind- und wettergeschützt unterbracht sind, Nützlinge an. Auch in den kleinen Röhren von Schilf oder Holzblöcken verkriecht sich gerne der Nachwuchs von Wildbienen. Um den Tieren im Winter ein wenig zu helfen, kann man fünf bis acht Milliliter dicke und acht Zentimeter lange Röhren in die Rindenseite von Holzblöcken bohren. Bohrt man in die Stirnseite, reißen die Röhre leichter auf die eindringende Nässe kann der Brut leichter schaden.

9. Verwucherter Garten

Verwuchterte Gärten sind im Winter ein toller Unterschlupf und eine tolle Nahrungsquelle für Tiere

Gärtner, die im Winter den Garten Ruhen lassen und nichts zurückschneiden, hilft Insekten, Gliedertieren und Vögeln. Einige Pflanzen haben noch Samenreste in ihren Blüten, die Vögel leicht herauspicken können. In hohen Stängeln einiger Arten können Wildbienen überwintern oder dessen Nachwuchs und stehengebliebene Pflanzen schützen außerdem auch noch Bodentiere.

10. Nistkästen anbringen

Verwuchterte Gärten sind im Winter ein toller Unterschlupf und eine tolle Nahrungsquelle für Tiere

Um Vögeln ein sicheres Zuhause bieten zu können, kann man bereits im Herbst Nistkästen im Garten anbringen. Diese werden an kalten Tagen gerne als kuscheligen Schlafplatz genutzt. Wichtig ist jedoch, das dieses Zuhause sicher vor Katzen ist.

 

 

About Laura Z.

Pflanzen findet man bei mir Zuhause leider nur in der Vase. Das liegt nicht daran, dass ich Topfpflanzen nicht mag, sondern daran das ich wirklich keinen grünen Daumen habe. Falls ich mal einen Balkon haben sollte, würde ich mich freuen wenn sich einige Kräuter, vor allem Minze, bei mir wohlfühlen würden.

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