Tee aus dem eigenen Garten – Kräuter richtig Ernten & Trocknen

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen fallen, da haben auch eingefleischte Kaffeetrinker Lust auf einen heißen Tee.

Der Winter ist jetzt zwar noch lange nicht in Sicht, aber wer später Tee aus dem eigenen Garten genießen möchte, der sollte jetzt Anfangen die Zutaten zu ernten.
Bei Kräutertees ist „Tee“ eigentlich der falsche Ausdruck. Genau genommen und formal darf sich nur Tee nennen, was auch Blätter der Teepflanze Camellia sinensis enthält. Für den Anbau von „echtem“ Tee fehlen uns in diesen Breitengraden die richtigen klimatischen Bedingungen. Doch lassen sich im eigenen Garten viele Alternativen für einen leckeren Aufguss finden!

Tolle Zutaten für Tee aus dem eigenen Garten:

Klassiker schlechthin: Minze

Wer einen kräftigen Minztee herstellen möchte, der sollte Blätter der Marokkanischen Minze, oder auch Nanaminze genannt, trocknen. Natürlich eignet sich auch die ganz normale Pfefferminze. Aber oder ausgefallene Sorten wie Schokominze oder Ananasminze.

Salbei

Salbeitee aus dem eigenen Garten kann es locker mit dem aus dem Supermarkt aufnehmen. Der selbst getrocknete Tee hat eine ganz eigene zarte Süße und meist weniger Bitterstoffe. Salbeitee eignet sich bei Halsschmerzen sowohl zum Gurgeln als auch zum Trinken.

Kamille

Ein hochwertiger Kamillentee besteht nur aus Kamillenblüten. Dies erfordert eine große Pflanzenmenge um auf eine lohnenswerte Menge Tee zu kommen.

Rose

Genau wie beim Rosenlikör, der euch hier im Blog vorgestellt wurde, solltet ihr auch beim Rosentee hauptsächlich Blütenblätter von Duftrosen verwenden.

Kräutertee

Lavendel

Lavendeltee ist ein toller Abendtee der die Nerven beruhigen und Entspannung bringen kann.

Zitronenmelisse

Tee aus der Zitronenmelisse ist eine tolle fruchtige Alternative zum Zitronengras.

Brennnessel

Brennnesseltee ist der ideale Begleiter zu einer Detox-Kur und spült eure Harnwege ordentlich durch.

Hopfen

Wer unserem Tipp mit der Begrünung durch Hopfen gefolgt ist, der kann Dank dem üppigen Wuchs der Pflanze auch eine ordentliche Menge Hopfenblüten für einen beruhigenden Teeaufguss sammeln.

Liebstöckel

Im Blogbeitrag zum Liebstöckel konntet ihr bereits die Vorzüge dieses tollen Allroundkrautes kennen lernen, als Tee macht es sich auch super!

Richtige Ernte:

Sortiert eure geernteten Kräuter gut aus. Alle Blätter und Blüten die in irgendeiner Weise befallen oder krank aussehen solltet ihr nicht für euren Tee verwenden.
Außerdem bedenkt: Wenn eure Kräuter verschmutzt sind, dann solltet ihr sie vor dem Trocknen auch nicht unnötig Waschen. Das Waschen kann dem Aroma schaden und verzögert die Trocknung.

Richtige Trocknung:

Damit die Kräuter ihr Aroma behalten ist eine schonende Trocknung das A und O.
Ganz verhindern das die Kräuter etwas von ihrem Aroma verlieren kann man nicht.
Für kleine Blütenteile oder Blätter ohne Stil eignet sich zur Trocknung ein Trockenrahmen oder eine lockere Ausbreitung auf Küchenpapier.
Kräuter mit Stil eignen sich zum Zusammenbinden zu kleinen Sträußen. Diese können auf einer Leine aufgehängt werden. Der richtige Ort für die Kräutertrocknung ist relativ dunkel und nicht zu warm. Ein direkter Sonneneinfall auf die Kräuter sollte beim Trockenvorgang vermieden werden. Sorgt unbedingt für eine gute Durchlüftung. So reduziert ihr das Schimmelrisiko eurer Teekräuter.

Wer keinen geeigneten Trockenraum hat, der kann über eine Trocknung im Backofen nachdenken. Hier sollte die niedrigste Temperaturstufe eingestellt werden und die Backofentür einen Spalt weit offen gelassen werden. Die Feuchtigkeit muss nämlich entweichen. Alternativ kann auch regelmäßig die Tür geöffnet werden. D.h. ihr solltet auf jeden Fall ein Auge auf die Kräuter im Ofen haben, damit sie nicht verbrennen.

Wer regelmäßig große Mengen an Kräutern trocknet, für den lohnt sich gegebenenfalls die Anschaffung eines Dörrautomaten.
Nichtsdestotrotz lasst dem Tee aus dem eigenen Garten genügend Zeit zum Trocknen. Denn bevor ihr ihn für die Vorratshaltung verstaut, sonst besteht die Gefahr des Schimmelns.

Richtiges Aufbrühen:

Gießt euren Kräutertee immer mit frischem sprudelnd-kochendem Wasser auf und lasst das Ganze etwa 8-10 Minuten lang ziehen. Außerdem werden durch das kochende Wasser Bakterien abgetötet und ihr erhaltet ein sicheres Lebensmittel.
Des Weiteren könnt ihr Rosenblütentee auch länger als 10 Minuten ziehen lassen.  Sein Aroma ist sehr zart und wird durch eine längere Ziehzeit intensiviert.

Welche Pflanzen verwendet ihr für Tee aus dem eigenen Garten? Teilt gerne eure Erfahrungen in den Kommentaren!

 

About Daniel

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit meiner Freundin. Beide auf einem Hof aufgewachsen genießen wir nun zusammen das Landleben mit all seinen Vorzügen. Von Feld- und Waldspaziergängen, über einen großen Garten, bis zur Gesellschaft von Hühnern und Schafen. Ein Garten kann so vieles sein, Paradies, Oase, Urwald, Arbeit, Erholung, Experimentierkasten...

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