Pop-Up Weihnachtskarten selber machen – so geht’s!

Auch wenn bei uns nicht solch eine Weihnachtskartenkultur zelebriert wird wie in Großbritannien oder Amerika, greifen zu den Feiertagen auch hier immer noch viele Leute zur Grußkarte.
Wer keine Standardkarte verschicken möchte, der kann beim Kauf von fertig gestalteten Karten viel Geld loswerden, gerade wenn es um optisch aufwendige Pop-Up Karten geht.
Wir haben uns für euch an das Experiment gewagt, Pop-Up Weihnachtskarten selbst zu machen. Unser Tipp für ungeübte Bastler: Arbeitet euch von leicht zu schwierig hoch, das erspart Frust in der besinnlichen Zeit.

2.

Variante 1 – Figuren

Bei dieser Pop-Up Variante hat man wenig Arbeit mit dem 3D-Effekt und kann sich mehr auf das dekorieren konzentrieren.
Idee: Anstatt ausgeschnittener Weihnachtsmotive könnt ihr auch Fotos von euch, euren Liebsten oder Haustieren via Pop-Up hervorheben.
Hierfür braucht ihr:
– Pappkarte
– Papiereinleger für die Karte
– Bleistift und Radierer
– Kuttermesser
-Schneideunterlage
-Klebstoff
-Farbiges Papier oder Fotokarton
-Farbige Stifte
-Fotoabzüge oder Ausdrucke
Der Pop-Up-Einleger kann in eine selbst gefaltete Karte aus Pappe oder eine bedruckte Karte aus dem Handel geklebt werden, je nach Geschmack.

3.

  1. Faltet euren Papiereinleger zweimal in der Mitte (die gleiche Faltkante zweimal).
  2. Macht pro Figur die ihr hervorstehen lassen möchtet zwei Einschnitte nebeneinander (wie die orangenen Linien im Beispiel). Je weiter ihr einschneidet, desto mehr kommt die Figur später nach vorne. Mit unterschiedlich tiefen Einschnitten kann man also optisch mehrere Ebenen schaffen.
  3. Mit Hilfe eines Stifts könnt ihr nun die eingeschnittenen Laschen nach vorne holen.
  4. Wenn ihr alle Laschen nach vorne geholt habt faltet ihr den Papiereinleger so, das die Laschen nach innen zeigen (siehe Beispiel). Wenn ihr ihn nun wieder auffaltet klappen sie euch plastisch entgegen.
  5. Für mehr Stabilität klebt ihr nun euren Papiereinleger in die Pappkarte.
  6. Auf die Flächen der Laschen die euch im 90 Grad Winkel entgegen zeigen klebt ihr eure Figuren oder ausgeschnittenen Fotos.

4.

Variante 2 – Schrift

Diese Pop-Up Variante ist etwas schlichter von der Gestaltung, dafür erfordert sie etwas mehr Planungsarbeit, je nachdem wie komplex der gewünschte Schriftzug ist. Mit etwas Geschick könnt ihr auf diese Weise auch Namen oder Ähnliches hervorheben.
Hierfür braucht ihr:
– Pappkarte
– Papiereinleger für die Karte
– Bleistift und Radierer
– Kuttermesser
-Schneideunterlage
-Klebstoff
Auch hier kann der Pop-Up-Einleger in eine selbst gefaltete Karte aus Pappe oder in eine gekaufte geklebt werden.

5.

  1. Faltet euren Papiereinleger zweimal in der Mitte (die gleiche Faltkante zweimal).
  2. Die orangenen Linien im Beispiel zeigen auch wieder die Schnittkanten an. Diesmal wird nicht von hinten geschnitten, sondern mit einem Cutter von vorn. Wenn ihr euch das Freihand-Schneiden nicht zutraut, dann zeichnet die Schrift mit einem Bleistift zart vor.
  3. Auch hier hebt ihr die Laschen mit Hilfe eines Stifts nach vorne.
  4. Wenn alle Laschen in Form der Buchstaben nach vorne geholt wurden, faltet ihr den Einleger nochmal zu euch hin. Die Linien die im Beispiel pink gezeichnet sind werden nun Faltkanten sein.
  5. Wenn euch die Schrift in gewünschter Form entgegenkommt, dann klebt den Einleger in eine Pappkarte.

Achtung: Lasst eure fertig gestalteten Pop-Up-Karten erst noch einige Zeit offen aufgeklappt stehen, damit der Klebstoff komplett durchtrocknen kann. Wenn ihr sie zu früh faltet und in den Umschlag steckt kann es sonst passieren das euer Karten-Empfänger gar kein Pop-Up-Erlebnis hat und eure Mühe umsonst war, wenn alles zusammen klebt…

Kauft ihr eure Weihnachtskarten, oder bastelt ihr sie selbst? Habt ihr euch schon mal an das Basteln von Pop-Up Karten gewagt?

About Daniel

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit meiner Freundin. Beide auf einem Hof aufgewachsen genießen wir nun zusammen das Landleben mit all seinen Vorzügen. Von Feld- und Waldspaziergängen, über einen großen Garten, bis zur Gesellschaft von Hühnern und Schafen. Ein Garten kann so vieles sein, Paradies, Oase, Urwald, Arbeit, Erholung, Experimentierkasten...

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