Liköre aus dem eigenen Garten – Teil 3: Lavendellikör

Die lilablauen Lavendelfelder bis zum Horizont sind eins der optischen Aushängeschilder der Provence in Frankreich. Ein Großteil des Lavendels der hier für Tees und Kosmetika verwendet wird kommt von dort. Viele von euch haben sicherlich den ein oder anderen Lavendelbusch im Garten oder auf dem Balkon. Er sieht toll aus, blüht lange, duftet angenehm und lockt Bienen und Schmetterlinge an. Doch nutzt ihr ihn auch wirklich? Die Zeit der Lavendelduftkissen zwischen den Handtüchern im Schrank scheint weitestgehend vorüber. Lavendel eignet sich super für den Aufguss von Beruhigungstees am Abend.

Doch seid ihr schon mal auf die Idee gekommen einen Lavendellikör selbst zu machen?
Der Fleur de Lavande, wie dieser Likör in Frankreich auch genannt wird eignet sich super als Aperitif und als kleines Mitbringsel für Freunde und Verwandte.

Das braucht ihr dafür:

  • ein großes Schraubglas
  • eine oder mehrere Flaschen zum Umfüllen
  • ein Sieb
  • weißen Kandis
  • frischen Lavendel
  • eine Zitrone mit unbehandelter Schale
  • eine Flasche Korn

Zu den Mengenangaben: Auf eine Flasche Korn solltet ihr mindestens 100g Kandiszucker geben, nur so erhaltet ihr per Definition auch einen Likör. Wer geübt im Umgang mit Aufgesetzten ist und von vornherein weiß, dass der Likör gerne auch süßer sein darf, der kann die Menge auch auf 200g Kandis steigern. Das Nachsüßen von Likör ist zwar nicht die feine Art, stellt aber kein Problem dar.

Anders verhält es sich beim Lavendel, hier ist es schwierig im Nachhinein das Lavendelaroma zu verstärken. Nehmt daher mindestens 50g Lavendelblüten auf eine Flasche Korn. Natürlich kann man sich hier auch nach Geschmack steigern.

So wird’s gemacht:

Wascht euren Lavendel vorsichtig und entfernt den Stiel bis zum Blütenansatz. Entfernt dabei auch alle braunen und vertrockneten Pflanzenteile.
Schneidet die gewaschene Zitrone in dünne Scheiben und gebt sie zusammen mit dem Kandis und dem Lavendel in das Schraubglas.
Füllt das Glas mit dem Alkohol auf und lasst es gut verschraubt 6 Wochen stehen. Anschließend siebt ihr alle Feststoffe ab und füllt den Lavendellikör nach Belieben in schöne kleine Flaschen.

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Serviertipp:

Traditionell wird der Lavendellikör als Aperitif gereicht. Hier könnt ihr variieren mit der puren Version, „on the rocks“ oder mit Schaumwein/Sekt aufgegossen. Er eignet sich auch toll um einer Bowle einen blumigen Touch zu geben.

Kombitipp:

Lavendel sieht nicht nur im Beet super neben Rosen aus, auch im Likör geben die beiden ein gutes Duo ab. Fügt doch dem Rosenlikör aus Teil 1 dieses Beitrags einfach etwas Lavendel hinzu, oder gebt zum Lavendellikör ein paar Duftrosenblätter.

 

Habt ihr auch Lust auf etwas Frankreich im Glas bekommen?
Wer noch keinen eigenen Lavendel im Garten oder auf dem Balkon hat, der wird hier fündig.

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