Japanische Gärten – Orte der Meditation

Gärten im japanischen Stil bestechen durch ein Bild der Harmonie und Symbolik.  Klare Linienführung und detailverliebte Dekorationselemente formen einen Ort der Ruhe und Meditation. Japanische Gärten spiegeln die Kultur und Philosophie Japans wider und blicken auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Die ersten Ursprünge datieren um das Jahr Null herum und beruhen auf den Prinzipien des Taoismus und Ying und Yang. Welche unterschiedlichen Stile möglich sind, zeigen wir euch heute.

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Der Wandelgarten

Erstmals im 16. Jahrhundert entstanden prachtvolle Palastgärten um die Anwesen der Lehensherren und Shogune. In erster Linie dienten Sie der Unterhaltung, aber auch repräsentativen Zwecken. Die spezielle Gestaltung der Gärten führt zu ständig wechselnden Ausblicken und symbolischen Darstellungen. Teiche zur Umrundung, Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten, Wasserfälle, Inseln, Bäche und Brücken bilden die Hauptelemente dieses Gartenstils.

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Der Teegarten

Mit steigender Beliebtheit der Teezeremonie im 15. Jahrhundert entwickelte sich ebenfalls der Teegarten als außergewöhnlicher Gartenstil. Besonders schlicht gehalten mit einem Fokus auf das elementare Teehaus, hat der Garten vor allem eine rituelle Funktion.  Mit Hilfe von immergrüner, dichter Bepflanzung, z.B. aus Bambus, wird der Teegarten von der restlichen Welt abgetrennt. In der Mitte befindet sich das Teehaus, das über einen Pfad – dem Roji – erreicht werden kann. Ziel ist es, den Gästen das Eintreten in eine tiefere Bewusstseinsebene zu ermöglichen. Die Hauptelemente sind ein Wasserstein zur Reinigung der Hände, eine Wartebank und eine Laterne für nächtliche Zeremonien.

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Der Steingarten

Auch Trockengarten genannt, lässt sich der Steingarten von einem Punkt aus überblicken. Durch die asymmetrische Gestaltung von Kies und Steinen bekommt der Steingarten etwas Abstraktes und Zeitloses. Dieser reduzierte Stil verzichtet radikal auf Pflanzen bis auf ein wenig Moos und dient vornehmlich der Meditation. Der Garten ist stark vom Zen-Buddhismus geprägt und setzt exakt komponierte Steininseln auf geharkten Sandflächen als seine Hauptstilmittel ein. Während der Sanduntergrund das Meer darstellt, symbolisieren die Steine die Berge.

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Unser Fazit

Die verschiedenen Stile bieten tolle Möglichkeiten der Gartengestaltung, wobei Natur mit japanischer Philosophie und Lebensart vereint wird. Sie bilden optimale Rückzugsorte nach einem stressigen Tag zur Meditation oder einfach nur zur Entspannung und Genuss der Natur. Welcher Stil käme für euren Garten in Frage? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

About David Schönweiss

Als gebürtiges Dorfkind war mein Spielplatz der Wald und die Wiese rund um unser Haus. Auch heute noch zieht es mich immer wieder nach draußen in die Natur. Auf meiner Reise durch Neuseeland mit einem Camper konnte ich die außergewöhnliche Landschaft und Tierwelt hautnah erleben.

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