Hühnerhaltung: Eigene frische Eier!

Die eigene Hühnerhaltung bringt ein bisschen Bauernhof-Feeling in euren Garten. Klar, für dieses Hobby bedarf es ein paar Vorleistungen. Scharren und Gackern die Hühner erstmal auf dem Grundstück, werdet ihr mit den besten Eiern eures Lebens belohnt werden. Ich schreibe hier aus eigenen Erfahrungen. Falls ihr nun auch Lust auf frische Eier von glücklichen Hühnern habt, gibt’s hier das kleine Einmaleins der Hühnerhaltung.

Welches Huhn darf es denn sein?

Ganz am Anfang steht die Überlegung: Was für Hühner sollen es werden? Dabei könnt ihr u.a. nach Farbe und Aussehen des Huhns oder der Eier gehen. Auch wir hatten die ersten Jahre ausschließlich Braunleger. Das sind Hühner, die die klassischen braunen Eier legen. Auf die Dauer wird das am Frühstückstisch aber zu einfarbig. Somit kaufen wir für unsere Hühnerhaltung seit kurzem auch Weiß -und Grünleger. Vor allem letztere sorgen bei Besuchern immer für eine Überraschung ;). Bei uns picken die Rassen Araucana (grüne Eier), Warren (braune Eier) und Lohmann (weiße Eier).

Hühnerhaltung

Noch ein kleiner Hinweis für den Kauf: Fahrt am besten vor Ort zum Hühnerhof. In den Ställen sollten mindestens Sägespäne, oder noch besser Stroh ausgelegt sein. Zudem darf der Stall nicht zu klein wirken. Für den Transport gibt es flache, rechteckige Boxen. Diese könnt ihr euch im Vorfeld kaufen oder ausleihen. Bitte nie mehr als 10 Hühner in eine Box.

Das Herzstück der Hühnerhaltung: Der Stall

Habt ihr euch für eine Hühnerrasse entschieden, sollte der Stall vorbereitet werden. HühnerhaltungDas muss jetzt keine neugebaute Luxuswohnung für eure Hühner werden. Wichtig ist hier die Ausstattung. Den kompletten Boden legt ihr idealerweise mit Stroh aus. Fragt einfach beim nächsten Bauer nach ein, zwei Ballen. Platztechnisch rechnet man mit 6 Hühnern pro Quadratmeter. Ich empfehle euch ein bisschen mehr Platz einzukalkulieren. Denn in den Stall muss auch noch Platz für eine Stangenvorrichtung sein. Da drauf schlafen die Hühner nachts am besten. Hinzu kommen Legenester. Hühnerhaltung Das sind kleine Kästen, auch mit Stroh ausgelegt und einem Loch in der Mitte, durch welches die Eier fallen um von einem Drahtgitter aufgefangen zu werden. Für unsere 10 Hühner haben wir 5 solcher Nester angeschafft. Dazu kommen ein von der Decke hängender Futterspender und ein Wasserspender.

Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn

Wie bei uns gilt auch für Hühner: Auf eine ausgewogene Ernährung kommt es an. Somit empfehlen sich für eure Hühnerhaltung mindestens verschiedenen Futtersorten: Zum einen das Körnerfutter und zum anderen das Legemehl. Letzteres ist übrigens nicht nur für Legehennen geeignet. Ebenso gilt: Was für uns das Brot, ist für die Hühner ihr Körnerfutter. Es ist quasi ihr Grundnahrungsmittel. Das ergänzende Legemehl weist den Vorteil auf, dass es auch Komponenten, die wichtig für die Ernährung sind, untergemischt beim Futtern aufnehmen lässt. Im grobkörnigeren Futter würden Hühner solche „Nahrungsergänzungsmittel“ einfach aussortieren.Hühnerhaltung

Hühner wollen Frischluft

Hühnerhaltung ohne Freilauf funktioniert nicht und wäre nicht artgerecht. Hierbei gilt die Regel, pro Huhn mind. 4 m². Außerdem solltet ihr euch schlau machen, wie flugbegeistert eure ausgesuchte Hühnerrasse ist. Somit könnt ihr die Höhe des Zauns bestimmen. Plant auch natürliche Grenzen, wie Felswände oder Bachläufe mit ein. Zudem sollte eine Sandgrube mit lockerer/feiner Erde vorhanden sein. Die Hühner „baden“ darin, um sich auch von Ungeziefer zu befreien. Als Schutz vor Räuber aus der Luft könnt ihr die Vogelscheuche zuhause lassen. Viel besser helfen rundum spiegelnde Kugeln, die ihr in ca. 1,70 m Höhe auf einen Pfahl befestigt.

Hühnerhaltung

HühnerhaltungIch hoffe, ich konnte euch die Hühnerhaltung schmackhaft machen. Spätestens beim genießen des Frühstückseies wollt ihr nie wieder ohne eigene Hühner sein 😉

P.S. Und falls der Platz nicht reicht, holt euch mit diesen Gartentüchern ein wenig Hühner-Flair in den Garten!

 

About

Ich bin auf dem Dorf groß geworden. Am Bach oder im Wald zu sein und Rehe oder Füchse zu sehen ist für mich genauso normal wie Kartoffeln pflanzen, Hühner füttern oder die Blumenpflege im elterlichen Garten. Gartenarbeit bedeutet für mich vor allem Entspannung. Aktuell heißt das dann urban-gardening.

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