So gehts: Ernte und Verarbeitung von Holunderbeeren

 

Holunder… Im Mittelalter galt der Holunderstrauch als Mittel gegen Hexen und schwarze Magie, heutzutage sind Holunderbeeren ein absolutes Superfood für die Erkältungszeit!
Die Beeren des schwarzen Holunderstrauches enthalten unter anderem große Mengen der Vitamine A, B und C sowie diverse Spurenelemente. Holunderbeersaft wirkt schweißtreibend und fiebersenkend, bei einer dicken Erkältung also genau das richtige. Mit weihnachtlichen Gewürzen ist der heiße Holunderbeersaft auch eine alkoholfreie Alternative zu Glühwein.
Hier bekommt ihr einen kleinen Überblick über die richtige Ernte und Verarbeitung.

Holunderbeeren

Holunderbeeren richtig ernten:

Da der Saft der Holunderbeeren stark färbt und früher als natürlicher Farbstoff für Kleidung Verwendung fand, solltet ihr euch bei der Ernte unbedingt schützen. Auch Handschuhe sind sinnvoll da der Saft auch von der Haut schwer zu entfernen ist.
Benutzt als Transportgefäße nur abschwaschbare Utensilien, oder legt sie mit Plastikfolie aus.
Schneidet immer die kompletten reifen Dolden ab und braust diese mit Wasser gründlich ab um Vogelkot und Co. zu entfernen.
Um die Beeren von den Dolden zu trennen kämmt ihr diese am besten mit einer normalen Gabel über einem Sieb ab.

Wichtig: Frisch geerntete Holunderbeeren sind nicht lange haltbar. Wenn ihr nicht die Zeit habt sie direkt zu verarbeiten, dann solltet ihr die Beeren einfrieren bevor der Gärprozess beginnt.

Holundersaft

Achtung: Nur reife Beeren verwenden!

Auch wenn es mühsam ist, sortiert unreife Beeren sorgfältig aus und bereitet erst große Mengen zu wenn ihr sicher sein könnt das eure geernteten Dolden reif sind. Die Beeren sind reif wenn sie eine tief violette bis schwarze Färbung haben und bei Druck einen tiefrot-violetten Saft auslassen.
Rinde, Blätter und unreife Beeren enthalten einige Giftstoffe die das Verdauungssystem sehr reizen und zu Erbrechen und gefährlichem Durchfall führen können. Das gleiche gilt für die Kerne von reifen Beeren. Deswegen solltet ihr sie nicht roh verzehren, auch wenn die Konzentration der Giftstoffe nicht so hoch ist wie bei den unreifen Beeren. Durch das Erhitzen auf 80 Grad Celsius bei der Zubereitung zerfällt das giftige Sambunigrin in den Früchten und ihr könnt sie unbedenklich verzehren.

Holunderbeersaft DIY

Für Holundersaft gebt pro Kilo Beeren etwa ¼ Liter Wasser und je nach Geschmack 100-200g Zucker zusammen in einen Topf. Das Ganze lasst ihr dann etwa eine halbe Stunde köcheln. Wichtig ist hierbei das ihr mindestens 80 Grad Celsius erreicht. Wenn ihr einen Heißentsafter besitzt, dann erledigt der das ganz unbedenklich für euch. Dieser erspart auch das heraussieben der Kerne und Schalenrückstände.
Füllt euren Saft am besten heiß in Flaschen mit Vakuumverschluss, so hält er am längsten.

Holunderbeergelee DIY

Wie auch bei anderen Früchten sollte man hier das Verhältnis 1:1 von Beeren und Gelierzucker verwenden. Etwas Zitronensaft sorgt für Frische, eine Kombination mit Vanillezucker schmeckt auch toll. Um euch das Aussieben der Kerne und Schalen zu ersparen, könnt ihr auch direkt 1 Liter Holunderbeersaft auf 1 kg Gelierzucker verwenden.

Was macht ihr denn leckeres aus euren Holunderbeeren?

P.S
Wenn ihr wissen möchtet wie ihr euren Holunderstrauch richtig schneidet, dann schaut doch mal hier  vorbei.

 

About Daniel

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit meiner Freundin. Beide auf einem Hof aufgewachsen genießen wir nun zusammen das Landleben mit all seinen Vorzügen. Von Feld- und Waldspaziergängen, über einen großen Garten, bis zur Gesellschaft von Hühnern und Schafen. Ein Garten kann so vieles sein, Paradies, Oase, Urwald, Arbeit, Erholung, Experimentierkasten...

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