Fleischfressende Pflanzen richtig pflegen – Allgemeine Tipps:

Fleischfressende Pflanzen üben nicht nur auf Kinder eine besondere Faszination aus, auch viele Erwachsene erfreuen sich an den außergewöhnlichen Gewächsen. Um nach der Anschaffung nichts falsch zu machen, haben wir euch ein paar grundlegende Tipps zur Pflege von Fleischfressenden Pflanzen zusammengestellt. Um langfristig Freude an den karnivoren Pflanzen zu haben, solltet ihr euch über die Arten, die ihr pflegt, genau informieren und die Pflege an ihren speziellen Bedarf anpassen.

Nicht düngen:

Die Fleischfressenden Pflanzen entwickelten sich ursprünglich an kargen und eher pflanzenfeindlichen Orten der Welt. Darum sollte man sie nicht überpflegen mit Düngemitteln und Co. Sie sind genügsam und genau so sollte man sie auch behandeln, sparsam.

Richtig gießen:

Aus den gleichen Gründen, aus denen man die karnivoren Pflanzen nicht düngen sollte, sollte man auch mit dem Gießen richtig umgehen. Einige Pflanzen brauchen eine stetige Feuchtigkeit, beachtet unbedingt die entsprechende Gießanleitung!
Regenwasser ist die optimale Flüssigkeitszufuhr. Destilliertes Wasser hört man auch oft als Empfehlung.
Vom Gießen mit purem Leitungswasser sollte man längerfristig absehen, gerade in Regionen mit kalkhaltigem Wasser.

Richtig füttern:

In der Regel haben Fleischfressende Pflanzen, die gezielt vom Menschen kultiviert werden, keine explizite Fütterung nötig. Wer seine Pflanze dennoch gerne füttern möchte, der sollte dies ausschließlich mit kleinen lebenden Insekten tun. Auf gar keinen Fall sollte man der Pflanze Essensreste oder Fleisch zuführen.

Fleischfressende Pflanze

Nicht ärgern:

Gerade der Klassiker unter den Fleischfressenden Pflanzen, die Venusfliegenfalle verleitet zum Spielen. Da jedes Fangblatt sich im Schnitt aber nur 5 Mal schließen und wieder öffnen kann, bevor es abstirbt, sollte man das Schließen der Fangblätter nicht unnötig provozieren. Das Neuausbilden unnötig abgestorbener Fangblätter kostet die Pflanze viel Energie. Generell sollte man diese Pflanzen nicht unnötig viel anfassen.

Richtiges Licht:

Für Anfänger eignen sich besonders gut Hybridformen, die im allgemeinen etwas robuster gezüchtet wurden. Wildtypen der Fleischfressenden Pflanzen haben oft sehr unterschiedliche und spezielle Lichtbedürfnisse. Die meisten Pflanzen bevorzugen sehr viel Licht. Wenn sie dies nicht bekommen, sieht man dies an ihrem Wachstum oder der Farbe.

Fleischfressende Pflanzen für den Topf:

Wer Fleischfressende Pflanzen im Topf pflegt, hat die Möglichkeit ihnen in der warmen Jahreszeit draußen auf Balkon oder Terrasse etwas „Freigang“ zu gönnen. So wird ihnen die optimale Nährstoffversorgung durch vorbeifliegende oder krabbelnde Insekten zuteil, und man kann sie quasi sich selbst überlassen.
Da die meisten Fleischfressenden Pflanzen hierzulande weder heimisch noch frostfest sind, ist eine Überwinterung im Haus geboten. Da sie auch eine hohe Luftfeuchtigkeit schätzen, sollten sie nicht mit der direkten Heizungsluft in Kontakt kommen.

Umtopfen nur in der Wachstumsphase:

Fleischfressende Pflanzen empfinden das Umtopfen als starken Stress. Daher sollte man sie nur in der Wachstumsphase umtopfen, da sie zu dieser Zeit am kräftigsten sind und den Umzug in einen neuen Topf und somit auch in neues Substrat besser verkraften. Entfernt nicht das Substrat welches an den Wurzeln haftet, füllt es nur mit neuem auf. In der Regel vertragen die Fleischfressenden Pflanzen normale Blumenerde nicht sehr gut, es gibt spezielle Erde im Fachhandel für sie. Azaleenerde lässt sich auch verwenden.

Fleischfressende Pflanzen

Fleischfressende Pflanzen für den Garten:

Wer in seinem Garten dauerhaft Fleischfressende Pflanzen halten möchte und diese nicht in Töpfen, sondern im Boden wurzeln lassen will, der sollte sich vorher über die passenden Sorten für den heimischen Garten informieren. Besonders einige Schlauchpflanzenarten eignen sich hierfür gut. Wer große Freude an den karnivoren Pflanzen hat kann sich im Garten gezielt ein Moorbeet für seine Schützlinge anlegen.

Fleischfressende Pflanzen für das Terrarium:

Einige Vertreter der Fleischfresser brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 80%, welche in der offenen Topfhaltung oder der Haltung im Freiland hierzulande gar nicht möglich wäre. Bei ihnen bietet sich eine Haltung im Terrarium an, in dem die klimatischen Bedingungen leichter zu kontrollieren sind.

Winterruhe:

Einige Arten, wie zum Beispiel die Venusfliegenfalle, benötigen eine Winterruhe. Während dieser Zeit benötigt sie zwar weiterhin viel Licht, es sollte jedoch deutlich kühler und auch nicht ganz so feucht am Standort sein. Informiert euch entsprechend, ob eure Pflanze einen Winterschlaf braucht.

Pflegt ihr Fleischfressende Pflanzen, wenn ja, welche und wie sind eure Erfahrungen?

About Daniel

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit meiner Freundin. Beide auf einem Hof aufgewachsen genießen wir nun zusammen das Landleben mit all seinen Vorzügen. Von Feld- und Waldspaziergängen, über einen großen Garten, bis zur Gesellschaft von Hühnern und Schafen. Ein Garten kann so vieles sein, Paradies, Oase, Urwald, Arbeit, Erholung, Experimentierkasten...

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