Die Ess-Kastanie – Baum des Jahres 2018

Ess-Kastanie

Der Baum des Jahres 2018 ist die Ess-Kastanie und löst die Fichte als Baum des Jahres 2017 im kommenden Jahr ab.
Die sommergrüne Ess-Kastanie trägt auch den Namen Edelkastanie. Ihre Früchte nennt man gemeinhin Kastanien, im Handel und auf Weihnachtsmärkten findet man sie aber meist unter dem Namen Maronen.
In den meisten Mischwäldern findet man die Ess-Kastanie eher selten, in Parkanlagen trifft man sie häufiger an. In der Höhe werden die Bäume bis zu 30 Metern hoch und können außerdem bei einem optimalen Standort mehrere Jahrhunderte überleben.

Maronen – Stärkehaltiges Lebensmittel in der Not

Die Früchte der Ess-Kastanie sind heute eher ein Luxusgut in der Weihnachtszeit. Durch den hohen Stärkegehalt und die guten Lagereigenschaften waren Maronen in vielen harten Wintern ein Not-Lebensmittel. Aus Maronen hergestelltes Mehl war vielfältig einsetzbar, nur zum Backen ist es ungeeignet, da ihm das Klebeeiweiß fehlt, welches in Getreidemehl vorhanden ist. Den Truppen der Römer sollen Maronen als Proviant gedient haben.

Die Ess-Kastanie als Baum im eigenen Garten

Wer einem Ess-Kastanienbaum einen Platz in seinem Garten geben möchte, der sollte einen sonnigen Standort wählen. Da er den Frost nicht ganz so gut verträgt wie andere Vertreter aus der Familie der Rotbuchen. Daher sollte der Standort etwas geschützt sein.
An den Boden stellt die Ess-Kastanie keine großen Ansprüche, allerdings mag sie keine kalkhaltigen Substrate. Humusreiche und durchlässige Böden sind bevorzugt.

Ess-Kastanie - zubereitet

In Weinbaugebieten gedeiht ein Ess-Kastanienbaum besonders gut und die Maronenernte fällt üppiger aus als andernorts. Wer diesen Baum nicht nur als optischen Hingucker, sondern auch als Maronenlieferant anbauen möchte, sollte sich über die Befruchtung der Blüten Gedanken machen und gegebenenfalls von einem Fachmann beraten lassen. Ess-Kastanien sind nur eingeschränkt selbstbefruchtend, für eine gute Ernte kann es nötig sein, andere Kastanienbäume in der Nähe zu haben.
Durch das Einpflanzen einer Marone kann man selbst einen Baum heranziehen, diese brauchen aber oftmals ein Jahrzehnt bis sie selbst Früchte tragen. Veredelte Ess-Kastanienbäume aus der Baumschule sind hier schneller.

Habt ihr einen Ess-Kastanienbaum in eurem Garten?

About Daniel

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit meiner Freundin. Beide auf einem Hof aufgewachsen genießen wir nun zusammen das Landleben mit all seinen Vorzügen. Von Feld- und Waldspaziergängen, über einen großen Garten, bis zur Gesellschaft von Hühnern und Schafen. Ein Garten kann so vieles sein, Paradies, Oase, Urwald, Arbeit, Erholung, Experimentierkasten...

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