Die Gerbera – Pflanze und Stimmungshoch zugleich

Natürlich, bei einer Sache sind wir uns wohl alle einig: Es gibt unzählige wunderschöne Blumen.

Betrete ich einen Blumenladen, fällt es auch mir schwer, mich zu entscheiden. Doch wenn wir mal ehrlich sind, haben wir doch alle insgeheim unseren Favoriten, oder? Bei mir ist es die Gerbera. Woran das liegt? Zum einen finde ich es immer wieder herrlich, mir ihre Farbvielfalt anzuschauen. Von weiß zu gelb über rosa und pink, bis hin zu orange und rot – es gibt nichts, was es nicht gibt. Und diese Vielfalt bereitet zumindest mir einfach immer gute Laune und ist Balsam für die Seele. Zum anderen verging kein einziger Geburtstag ohne einen Strauß Gerbera von meinem Großvater. Und so wurde diese eben zu meinem Liebling.

 

Ein interessantes Interview mit der Gerbera

Mein Name wurde mir von dem Botaniker Jan Frederik Gronovius gegeben, welcher mich im 18. Jahrhundert entdeckte und groß raus brachte. Er benannte mich nach dem deutschen Pflanzensammler Traugott Gerber. Übrigens stamme ich eigentlich aus den tropischen Teilen Asiens, Südamerikas, Südafrikas und Tasmanien. Es gibt mich in ca. 30 verschiedenen Arten.

Viele kennen mich vielleicht nur als Schnittblume. Wohl die wenigsten von euch pflanzen mich in einen Topf. Dabei sehe ich auch dort echt schnieke aus.

Doch wie pflegt ihr mich eigentlich richtig und was müsst ihr beachten?

Ich als Schnittblume

Als Strauß mache ich einfach immer eine gute Figur. Zunächst einmal solltet ihr mit einem scharfen Messer meinen Stiel schräg anschneiden. Des Weiteren achtet bitte darauf, dass dieser nicht zu weit im Wasser steht, da er sonst aufweicht und ich nicht mehr ausreichend Flüssigkeit aufnehmen kann. Mit zwei Zentimeter hohem Wasser, welches regelmäßig gewechselt werden sollte, bin ich vollkommen zufrieden. Haltet ihr euch daran, bereite ich euch gern lange Freude.

 

Ich als Zimmerpflanze

Möchtet ihr euch mich als Zimmerpflanze zulegen, so solltet ihr wissen, dass man vorsichtig mit mir umgehen muss, da ich wirklich empfindlich und kitzelig bin. Ich benötige einen hellen Standort, allerdings sollte ich vor zu großer Hitze geschützt sein. Zwar bade auch ich gern in der Sonne und erhasche dabei ein paar Pigmente, jedoch vertrage ich keine extreme Sonneneinstrahlung. Im Sommer ist dann endlich meine Zeit gekommen und ich darf ins Freie. Die Frischluft auf dem Balkon oder der Terrasse kommt mir nämlich zugute. Ich bevorzuge kleine aber regelmäßige Wassergaben, sowie Flüssigdünger. Lasst euch gesagt sein, mit einer großen Wasserladung macht ihr euch bei mir nicht sehr beliebt. Denn wie auch ihr Menschen habe ich ungern pitschnasse Füße. Ausgetrocknete Erde gefällt mir ebenfalls nicht, und ich kann diese Vernachlässigung nur schwer verzeihen. Ich bin nachtragend. Glaubt mir.

Im Winter komme ich euch dann aber etwas entgegen und werde etwas pflegeleichter. Dann benötige ich nämlich nur noch ca. alle zwei Wochen Wasser. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich am liebsten im April umgetopft werden.

Ich als Gartenpflanze

Aber wie ist das eigentlich, wenn ich euren Garten verschönern soll?

Mit der richtigen Pflege fühle ich mich auch in einem Garten wohl. Hier gelten sogar die gleichen Regeln wie bei einer Zimmerpflanze. Helligkeit top, direkte Mittagssonne flop.

Einige meiner Artgenossen wie zum Beispiel die bezaubernde „Garvinea“ eignen sich bis zu minus fünf Grad sogar zum Überwintern. Die haben’s echt drauf, oder? Zurückschneiden muss man sie im Herbst nicht, jedoch sollte man sie bei kälteren Temperaturen mit etwas Stroh abdecken.

Also, ihr seht, ein bisschen Arbeit mache ich vielleicht, aber dafür biete ich euch ein Farbspektrum, von dem andere Pflanzen nur träumen können!

 

In diesem Sinne:

„Blumen sind das Lächeln der Natur. Es geht auch ohne sie, aber nicht so gut.“

Max Reger

About Katharina Bosse

Ich bin Katharina, 24 Jahre alt und studiere in Hamburg im medialen Bereich. Ursprünglich komme ich aus dem Harz, mein Herz schlägt jedoch für Hamburg. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres als Blumen, da sie einem mit ihren bunten Farben auch triste Tage erhellen. Daher ist Planten un Blomen ein absolutes Muss in Hamburg. Eine besonders große Freude bereitet man mir mit Gerbera.

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