Jetzt wird’s scharf! – Teil 3: Kleines Chilisorten ABC

Weltweit gibt es über 3000 Chilisorten mit Schoten in vielen verschiedenen Farben und noch mannigfacheren Formen die botanisch in fünf große Gruppen eingeteilt werden. Die Schärfegrade reichen von mild, über mäßig scharf, bis zum Inferno und unerträglich. Welche Chilisorten für euch die richtigen sind, kommt ganz darauf an wie scharf ihr es mögt und was ihr damit anstellen wollt. Hier sind einige der bekanntesten und „wichtigsten“ Chilis für euch aufgelistet:

Birds Eye

Die Heimat der Birds Eye Chili ist Afrika und dort kennt man sie auch unter dem Namen Piri-Piri. Sie ist nah mit der Tabasco Chili verwandt und hat einen Schärfegrad von 9-10. Ihre getrockneten Schoten sieht man häufig in den Gewürzregalen des Handels. Ihre Schoten brauchen lange zum Ausreifen, man sollte die Pflanze im Winter ins Haus holen.

Carolina Reaper

Hält seit 2013 den Weltrekord der schärfsten Chili und wurde für die Krebsforschung gezüchtet. (Das in Chilis enthaltene Capsaicin unterstützt den Körper nachweislich im Kampf gegen Krebszellen)
Von dieser Sorte sollten sich Schärfe-Ungeübte und Kinder unbedingt fern halten.

Cayenne

Diese Sorte ist eine der weltweit bekanntesten und findet besonders viel Verwendung. Im Handel sieht man sie meist als Pulver unter dem etwas irreführenden Namen Cayenne-Pfeffer. Der Schärfegrad wird als 8 eingestuft und ihr Aroma ist leicht rauchig. Die Cayenne Chili ist der Hauptlieferant für medizinische Zwecke wie z.B. Wärmepflaster.

chilisorten unsortiert

Habanero

Die Habanero-Chili gehört zu den schärfsten Sorten weltweit und ist im Schärfegrad 10 fast 50mal schärfer als die milden Jalapenos. Sie brauchen nicht nur viel Wärme und einen geschützten Standort um gut zu gedeihen, sie benötigen auch viel Zeit zum Ausreifen. Daher sollte man die Pflanze im Herbst ins Haus holen und dort zu Ende reifen lassen. Ihre Schoten eignen sich gut zum trocknen.

Jalapeno

Verglichen mit anderen Sorten haben die Jalapeno-Schoten eine relativ kurze Reifezeit. Man kann sie grün ernten oder warten bis sie ausgereift sind, dann sind sie rot. Da die Schoten sehr dickfleischig sind eignen sie sich nicht so gut zum Trocknen. Zum Einlegen und Räuchern hingegen sind sie perfekt, so sind sie auch als Bestandteil der Mexikanischen Küche und als Burger-Belag bekannt.

Lemon Drop

Die Lemon Drop Chili ist wie ihr Name vermuten lässt gelb und ihr fruchtiges Aroma erinnert an Zitronen. Sie gehört zu den Südamerikanischen Ají-Chilisorten und gilt als sehr ertragreich. Ihr Schärfegrad wird allgemein mit 7 beschrieben, traditionell verwendet man sie für Soßen, Salsas und Fischgerichte.

Serrano

Auch die Serrano-Chili ist ein Klassiker der Mexikanischen Küche. Ihr Schärfegrad wird mit 5-6 eingestuft und eignet sich somit auch hervorragend für den Frischversehr. Diese Chilis werden traditionell bereits grün geerntet und reifen später nach, man kann sie aber auch an der Pflanze ausreifen lassen. Mit ihnen kann man wunderbar Salate oder Dips aufpeppen.

Tabasco

Die berühmte Tabasco-Soße gibt es schon seit über 150 Jahren und stammt ursprünglich ebenfalls aus Mexiko. Die Schoten sind recht klein, dafür aber sehr aromatisch und mit viel Saft. Tabasco-Chilipflanzen sind mehrjährig und tragen meist sogar im zweiten Jahr deutlich mehr Früchte als im ersten Jahr. Hier lohnt sich das Überwintern also richtig.

Ist für euch das Richtige dabei? Welche Chilisorten kultiviert ihr zu Hause?

 

About Daniel

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit meiner Freundin. Beide auf einem Hof aufgewachsen genießen wir nun zusammen das Landleben mit all seinen Vorzügen. Von Feld- und Waldspaziergängen, über einen großen Garten, bis zur Gesellschaft von Hühnern und Schafen. Ein Garten kann so vieles sein, Paradies, Oase, Urwald, Arbeit, Erholung, Experimentierkasten...

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