Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen… Die Bohnenernte

Wer Erfahrung im Gärtnern oder beim Kochen hat, der weiß natürlich das rohe Bohnen giftig sind. Doch grade an Kindern oder Neulingen in Küche und Garten geht diese wichtige Info oft vorbei.

Es gibt über 700 verschiedene Bohnenarten, aber nicht alle eignen sich dazu in unseren Breitengraden kultiviert zu werden. Viele Bohnenarten haben in den verschiedenen Dialekträumen Deutschlands auch diverse eigene Namen. Wen das zu sehr verwirrt, der findet im Internet einige Tabellen zu den Bohnennamen die Klarheit schaffen können.

Zwei Große Sparten: Stangenbohnen und Buschbohnen

Der Unterschied der beiden Bohnentypen steckt schon offensichtlich im Namen. Die Stangenbohnen brauchen eine Stange, sprich eine Rankhilfe zum guten Wuchs. Buschbohnen brauchen dies nicht, sie wachsen in niedrigen Büschen die in der Regel in sich stabil sind und keine Stützen benötigen.

Wer seine Stangenbohnen rechtzeitig gepflanzt hat, der kann bereits ab Juli mit der Bohnenernte beginnen. Denn schon 10 Wochen nach der Aussaat können die ersten Stangenbohnen gepflückt werden. Bis in den Oktober hinein wachsen neue Böhnchen nach.
Buschbohnen sind frostempfindlich, darum sollte man die vorgezogenen Böhnchen erst nach draußen pflanzen wenn auch nachts kein Frost mehr zu erwarten ist. Alternativ können sie dann auch direkt ins Freiland gesät werden. Auch bei den Buschbohnen kann man früh ernten, bei gutem Klima schon nach 8 Wochen.
Achtung: Vorsichtig ernten, nur wenn die Pflanze beim Pflücken nicht verletzt wird reifen auch die letzten Blüten zu Bohnenschoten heran.

Bohnen

Grundsätzliches zur Bohnenernte:

Man kann seine selbstangebauten Bohnen in zwei Reifestadien ernten. Reif oder unreif.

Die unreifen Schoten können oft schon zwei Monate nach der Aussaat geerntet werden. Das Fruchtfleisch der Hülse ist knackig frisch, die Böhnchen in ihrem Innern sind noch nicht ausgewachsen. Die Endstücke schneidet man ab, bis auf diese ist die ganze Schote verwendbar.
Wer die Bohnenkerne ernten will, der lässt die Schoten bis zum Herbst an der Pflanze. Die Bohnenkerne werden den Schoten entnommen, wenn sie spröde werden. Das Fruchtfleisch der Hülse ist unbrauchbar für die Küche. Die geernteten Bohnenkerne können nun getrocknet werden.

Frischetipp:

Wer die geernteten Hülsen nicht direkt verarbeiten kann, der kann sie etwa 3 Tage lang locker geschichtet im Kühlschrank aufbewahren. Leider verlieren sie dort schnell ihre Knackigkeit und verändern mitunter ihre Farbe und Kocheigenschaften, verarbeitet sie also am besten frisch.
Frisch nach der Ernte kann man sie auch durch einfrieren für um die 9 Monate haltbar machen. Profis blanchieren ihre Bohnenernte vor dem Einfrieren kurz, so behält sie ihre kräftige Farbe und bleibt bei der weiteren Zubereitung später knackiger.

Welche Bohnen kultiviert ihr in eurem Garten? Die Klassiker oder habt ihr auch Ausgefallenes dabei?

About Daniel

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit meiner Freundin. Beide auf einem Hof aufgewachsen genießen wir nun zusammen das Landleben mit all seinen Vorzügen. Von Feld- und Waldspaziergängen, über einen großen Garten, bis zur Gesellschaft von Hühnern und Schafen. Ein Garten kann so vieles sein, Paradies, Oase, Urwald, Arbeit, Erholung, Experimentierkasten...

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