Get Festivalready – Blumenkränze DIY

Je weiter es im Kalender Richtung Sommer geht, desto mehr Festivals in ganz Deutschland und Europa stehen an.

Ein Trend ebbt seit den ersten Hippiefestivals nicht ab, ganz im Gegenteil, er erfährt sogar noch einen neuen Hype: Blumenkränze.
Dieser Blogbeitrag widmet sich also einem typischen Mädchenthema zum Selbstgestalten. Die Gelegenheit, um Blumenkränze auf dem Kopf auszuführen, muss nicht immer ein Festival sein. Egal, ob Hochzeit, Geburtstag, Gartenparty oder einfach ein Sommertag mit den Mädels: Zeigt eure Blumenliebe, wann immer ihr Lust darauf habt.
Hier haben wir für euch einige Tipps, Tricks und Kunstgriffe zusammengetragen:

#1 Die Idee, die Frisur und der Anlass:

Bevor ihr loslegt, solltet ihr euch Gedanken darüber machen, wie euer Blumenkranz aussehen soll, was am besten zu eurer Frisur und dem Outfit passt und letztlich wie haltbar der Kranz sein soll. Dementsprechend könnt ihr euch mit Material und Blumen eindecken.

#2 Die Basis:

Es gibt zahlreiche Variationen, wie man mit einem Blumenschmuck für das Haar anfangen kann. Je nachdem, wie ihr euch euren Kranz vorstellt, solltet ihr die Basis wählen.

a) Gräserhalme-Haarband

Für einen spontanen Blumenkranz im Vorbeigehen auf einem Spaziergang eignen sich wunderbar lange Gräserhalme. Aus mehreren Halmen flechtet ihr einen Strang, der so lang ist, dass er euren ganzen Kopf umschlingen kann und noch Platz für einen Knoten bleibt. Jeweils ein paar Umwicklungen, bevor euch die Halme zu Ende gehen, nehmt ihr ein paar neue hinzu. Auf die gleiche Weise könnt ihr auch Wildblumen mit einflechten, oder ihr steckt sie anschließend in das Flechtwerk aus Gras. Anstatt die Enden des Stranges miteinander zu verknoten, könnt ihr sie auch mit einem Haarband zu einem Zopf zusammenbinden.

b) Draht

Für besonders filigrane Haarkränze eignet sich dünner Blumenwickeldraht für Gestecke. Wickelt euch den Draht in zwei Reihen um den Kopf, gerade so fest, dass noch Platz für etwa eine Daumendicke ist. Anschließend knippst ihr den Draht ab und verzwirbelt die Enden miteinander. Legt den Kranz vor euch auf den Tisch und wickelt mit dem Draht oder mit Nylonfaden eure zarten Blumenstiele zwischen den beiden Drahtreihen rund herum ein. Besonders hübsch ist so ein filigraner Kranz mit Schleierkraut.

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c) Haarreif

Wenn ihr einen Haarschmuck haben möchtet, der nicht ganz um den Kopf herumgeht, dann eignet sich als Basis wunderbar ein Haarreif. Um diesen wickelt ihr mit Blumendraht, Schleifenband oder Bindfaden die von euch ausgewählten Blumen. Achtet dabei aber darauf, dass der Reif nicht zu schwer wird, da er sonst ein Übergewicht nach vorne oder hinten bekommen kann, wenn ihr euch bewegt. Wichtig: Die Blütenköpfe sollten nicht auf die Unterseite des Haarreifs gewickelt werden, denn da liegt er ja auf eurem Kopf auf.

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d) Haarreif + Schleifenband

Wenn eure Blumen relativ schwer sind und wenn der Kranz den ganzen Tag halten soll, dann kombiniert ihr einen Haarreif und breites Stoffschleifenband miteinander. Dazu wickelt ihr das Schleifenband um den Haarreif und zwar so, dass an beiden Enden des Reifs genug Schleifenband übrig bleibt, um später an eurem Hinterkopf eine feste Schleife zu binden. Dies sorgt für Halt und Stabilität beim Tragen. Befestigt das Schleifenband an den Enden des Reifs mit Draht oder Klebeband, damit es sich nicht wieder abwickelt. Anschließend wickelt ihr mit Blumenwickeldraht eure Blumen um den Reif, auch hier muss die Unterseite, die auf dem Kopf aufliegt, ausgespart werden.

#3 Die Blumen – Echt oder Fake?

Ob ihr echte Blumen oder welche aus Textilien oder Kunststoff wählt, ist eine Frage des Geschmacks, der Haltbarkeit und des Geldes. Da ihr mit den verwendeten Pflanzen über längere Zeit in (Kopf)-Hautkontakt seid, solltet ihr an die Ungiftigkeit eurer Blumen denken. Auf Blumen, aus denen viel Pflanzenmilch oder Saft austreten kann, solltet ihr lieber verzichten.
Die Milch von Löwenzahnstielen verursacht z.B. unattraktive braune Flecken auf der Haut.

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#4 Die Deko:

Experimentiert doch auch mit farbigen oder interessant geformten Blättern, Farne wirken auch toll. Ihr könnt auch andere Materialien mit einwickeln oder einflechten, z.B. Perlen, Lametta, Trockengesteckelemente. Lasst eurer Kreativität freien Lauf!

#5 Die Haltbarkeit:

Dass die Blumenkränze aus unechten Blumen oder Trockenelementen dauerhafter haltbar sind, erklärt sich von selbst.
Sucht euch unter den Blumen die Vertreter aus, die von Natur aus längere Zeit ohne Wasser auskommen, ohne allzu schnell zu schlaffen und welken. Rosen, Hortensien, Lavendel, Nelken, Federschopf, Schleierkrautsorten und Astern sind ohne Wasser recht ausdauernd. Gerbera, Margeriten, Anemonen und Mohn lassen ohne Wasser schnell die Köpfe hängen.
Für sehr aufwendige voluminöse Kreationen mit hochwertigen echten Blüten lohnt es sich, kleine Wasserkanülen mit einzuarbeiten. Solche werden z.B. auch für kleine Anzuggestecke verwendet, die am Revers befestigt werden. Als Alternative kann auch feuchtes Küchenpapier in Alufolie gewickelt werden.

Auf geht’s also ans Material sammeln und Blüten pflücken. Get Festivalready!

About Daniel

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit meiner Freundin. Beide auf einem Hof aufgewachsen genießen wir nun zusammen das Landleben mit all seinen Vorzügen. Von Feld- und Waldspaziergängen, über einen großen Garten, bis zur Gesellschaft von Hühnern und Schafen. Ein Garten kann so vieles sein, Paradies, Oase, Urwald, Arbeit, Erholung, Experimentierkasten...

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