Blume des Jahres 2017: Der Klatschmohn

Die Loki Schmidt Stiftung hat die Blume des Jahres 2017 gewählt. Diese Auszeichnung vergibt die Stiftung schon seit 1980. Damals war es der Lungen-Enzian, der zur Blume des Jahres ernannt wurde. Die Auszeichnung ist eigentlich mehr als Warnzeichen zu verstehen. So werden nur Pflanzen ernannt, deren Fortbestand unter aktuellen Bedingungen bedroht ist. Blume des Jahres 2017 ist  *Trommelwirbel* der Klatschmohn. Weitere Infos dazu bekommt ihr HIER.

Nicht nur ein schöner Name

Sobald seine auffallenden Farbakzente die Landschaften schmücken, beginnt die warme und helle Jahreszeit. Das strahlende Rot, vermengt inmitten unzähliger Getreidehalme, ist uns seit Kindheitstagen ein vertrauter Sommerbegleiter.

Tatsächlich sind die zarten Blüten auf unseren Hochleistungsäckern aber gar nicht mehr so häufig zu sehen. Auch der Klatschmohn verschwindet. Wie auch viele Ackerwildpflanzen schon vor ihm. Alle verlassen allmählich ihren natürlichen Lebensraum, einen der wichtigsten Ökosysteme.

Blume des Jahres 2017

Wieso Blume des Jahres 2017?

Wie schon erwähnt, wächst der Klatschmohn am liebsten in der Nähe eines Ackers. Ursprünglich war er Teil von rund 350 Pflanzenarten. Diese Vielfalt wurde und wird weiter verringert. So tragen moderne Technik und Spritzmittel zur Verdrängung der Pflanzen bei. Also ist der Klatschmohn auch als Stellvertreter für alle Ackerwildpflanzen zu verstehen. So eine ist auch die Kornrade, die Blume des Jahres 2003 war. Diese ist inzwischen fast ausgestorben. Der Klatschmohn hingegen gilt es Überlebenskünstler. Ihm genügt ein heller Standort mit stickstoffreichen und frischem Boden. Aufgrund dieser Eigenschaften gilt er bundesweit als noch ungefährdet. Noch. So überlebt er mittlerweile auf Brachen, Schuttplätzen oder im heimischen Garten.

About

Ich bin auf dem Dorf groß geworden. Am Bach oder im Wald zu sein und Rehe oder Füchse zu sehen ist für mich genauso normal wie Kartoffeln pflanzen, Hühner füttern oder die Blumenpflege im elterlichen Garten. Gartenarbeit bedeutet für mich vor allem Entspannung. Aktuell heißt das dann urban-gardening.

Dein Kommentar

Kommentare