Balkon-(Schreber)gärtner im Interview – Teil 8

Bunt, lecker und vielfältig, so beschreibt Daniela ihr kleines Gartenparadies, welches sie sich in Schwerin auf ihren zwei Balkonen geschaffen hat. Während auf dem einen Balkon ausreichend Platz für Gemüse und Kräuter geschaffen wurde, lädt der zweite Balkon zum Verweilen ein.
Wer seid Ihr? Woher kommt Ihr? Was ist Euer Beruf?

Hey, ich heiße Daniela und ich wohne mit meinem Mann und unseren zwei Katzen in der schönen Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, in Schwerin. Wir sind im letzten Jahr von Rostock nach Schwerin gezogen, ursprünglich stammen wir beide aus Schleswig-Holstein. Beruflich bin ich im Bereich (Online)-Marketing und Redaktion unterwegs, verbringe also meine Zeit hauptsächlich am Schreibtisch.

 

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Seit wann habt Ihr Euren Garten? Wie weit ist er von Eurem Zuhause entfernt?

Als wir 2016 nach Schwerin zogen, vergrößerten wir uns nicht nur wohnungstechnisch um einige Quadratmeter, sondern dürfen seitdem auch zwei Balkone unser Eigen nennen. Vorher lebten wir zehn Jahre in einer kleinen Wohnung ohne Balkon, die Nutzung des kleinen Innenhofs war durch die vielen Parteien kaum möglich. Nun haben wir unseren „Garten“ direkt vor Ort: Ein Schritt aus der Wohnung auf den Balkon und wir sind da.

Was mögt Ihr an Eurem Garten? Wie viel Zeit verbringt Ihr dort?

Ich persönlich liebe es, einfach nach draußen gehen zu können, wann es mir gefällt und trotzdem „privat“ zu sein. Morgens nach dem Aufstehen in Jogginghose, mit wirren Haaren und dem ersten Kaffee in der Hand einfach die frische Luft genießen, das ist für mich echter Luxus nach zehn Jahren ohne Balkon und deshalb nutze ich so oft es geht die Chance, es mir auf „Balkonien“ bequem zu machen. Vielleicht mag ich diese Freiheit auch so, weil ich ein echtes Dorfkind bin und in meiner Kindheit immer rausgehen und über die Felder streifen konnte, wann ich wollte. Durch unseren Balkongarten habe ich zumindest ein bisschen dieser Freiheit zurückgewonnen.

 

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Was blüht und wächst in Eurem Garten?

Da wir zwei Balkone haben, nutzen wir diese beiden auch ganz unterschiedlich. Ich persönlich liebe „meinen“ Kräuter- und Gemüsebalkon. Ohne groß zu wissen, wie das Gärtnern funktioniert, habe ich vor einigen Wochen Gurken, Tomaten, Paprika und viele unterschiedliche Kräuter besorgt, die nun prima gedeihen. Da ich gerne koche, freue ich mich immer wieder über die frischen Kräuter und plane schon die nächsten Neuanschaffungen. Der zweite Balkon ist eher praktisch eingerichtet, hier stehen Tisch und Stühle und bei guten Wetter wird der Elektrogrill rausgeholt. Weil ich auch auf diesem Balkon nicht auf Pflanzen verzichten wollte, hängen hier vier Balkonkästen mit Fuchsien, Gräsern, Petunien und anderen Blühpflanzen.

 

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Was ist Eure Lieblingspflanze?

Ehrlicherweise habe ich da noch gar keine. Für mich ist die Freude darüber, dass es die Pflanzen auf den Balkonen im Vergleich zu manch einer Zimmerpflanze tatsächlich bei mir aushalten, so groß, dass ich sie alle liebe. ALLE!!! 🙂

Wie würdet ihr in aller Kürze euren Balkongarten beschreiben?

Dafür brauche ich tatsächlich nur drei Worte: bunt, lecker, vielfältig.

Zum Schluss vervollständige bitte folgenden Satz: Ein Leben ohne Garten ist…

…möglich, aber nicht annähernd so erfüllend wie mit Garten.

 

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Vielen Dank für das Interview!

Wir möchten auch gerne Eure Schrebergärten vorstellen. Also falls auch Ihr Lust habt unsere Fragen zu Eurem Schrebergarten zu beantworten, dann schreibt uns einfach eine Nachricht. Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

About Nadine

Ganz klar, wenn es eine Frucht gibt, für die ich sterben würde, wäre das eine Melone. Gerade im Sommer gibt es nichts Besseres. Ich komme aus einer Schrebergartenfamilie. Von daher sind mir Dinge wie Unkraut jäten, Spargel stechen oder Kartoffeln setzen nicht fremd. Am besten ist aber natürlich die selbst gemachte Marmelade von Mutti, mit Früchten aus dem Garten, bei der ihre Kreativität keine Grenzen kennt. Zu Hause habe ich mir einen kleinen Balkongarten geschaffen.

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